|
Ausgelöscht |
|
Burger führt seine Figuren mit Sympathie, nicht als Gag vor: Er
interessiert sich dafür, wie Menschen ihr Leben einrichten.
Ursprünglich trug dieser Roman den Arbeitstitel "Lacrima". Hauptperson ist diesmal
eine schöne junge Frau, die leider bereits auf der allerersten Seite ums Leben kommt.
Das Buch erscheint wie seine Vorgänger "Flächenbrand" und "Abgetaucht" im
Emons Verlag, Köln.
|
![]() |
|
Die Geschichte: Laura Balin, eine knapp dreißigjährige Frau wird an einem schönen Frühlingstag mitten auf dem Karlsruher Marktplatz hinterrücks erstochen. Gleich drei Tatverdächtige werden von Zeugen beschrieben. Für Kommissar Petzold und seine Mitstreiter Birgit Malmberg und Berthold Schilling wird es schwierig, denn obwohl es viele Augenzeugen gibt, hat doch niemand wirklich etwas Genaues gesehen. Im Laufe der Zeit wird der Fall immer komplizierter als einfacher, und als Petzold den wahren Schuldigen endlich ermittelt hat, sieht es so aus, als müsste er ihn auch noch ziehen lassen, als könnte man ihm nichts nachweisen. Nun beginnt eine Hetzjagd, die auch Petzolds Privatleben nicht gut tut ... |
| Was die
Presse meint: ... Es ist ohnehin kaum etwas so wie es scheint in diesem glänzend konstruierten Krimi, der bis zur
Schlusswendung den Leser fesselt. Wieder gelingt es Burger mit wenigen Sätzen und knappen Dialogen
lebensechte, komplexe Figuren auf die Beine zu stellen und dabei auch die Milieus kenntlich zu machen,
denen sie entstammen. Ein starkes Buch, ein guter Krimi, wohl der beste Karlsruhe-Krimi von Burger, dessen
Prosa von mal zu mal noch etwas konzentrierter und schlackenloser wirkt. Dem Autor gelingt es der Handlung in seinem Roman immer wieder eine neue Wende zu geben und mit der
Erwartungshaltung des Lesers zu spielen. Die dichte Erzählweise und das flotte Tempo sorgen für Spannung
bis zum Ende. Burger beweist seinen Blick für überzeugende und vielschichtige Figuren, die dem Leser ans
Herz wachsen. Burgers Protagonisten wirken im neuen Buch frischer denn je. Knackige Dialoge,
überraschende Tempowechsel,
sympathsch-lebensechtes Personal und originelle Nebenfiguren sorgen für großes Lesevergnügen. Professionelles Befragen und Hinterfragen, Anspannung, Ratlosigkeit, Zorn und Ohnmacht der Ermittlertruppe,
die immer neue, zuweilen wenig Erfolgsversprechende Spuren aufnimmt, halten den Leser auf "geistigem Trab",
der auch dann nicht gebremst wird, wenn in gekonnter Burger-Manier Alltagsgeschehen, oder eine die
Lachmuskeln reizende Schilderung eines Samstagmittags im elsässischen Séllestat, oder "Volkes Stimme" zu den
deutschen Mietgesetzen und zum Arbeitslosengeld zum Besten gegeben werden.
Wow - Atemholen ist angesagt, wenn der letzte Satz dieser Facettenreichen Geschichte verschlungen ist.
Neugier keimt auf, ob es gelingen wird, diesen hin- und mitreißenden Krimi beim "nächsten Burger" zu
übertreffen. |
|