Wolfgang Burger - Die Romane
Schwarzes Fieber

Piper Verlag, April 2008, Preis: 8,95, ISBN: 9783492251198.



"Schwarzes Fieber" ist der vierte Band der Reihe von Heidelberg-Krimis um Kriminalrat Alexander Gerlach.

Die Geschichte: Eine bewusstlose Frau mit starken Kopfverletzungen, die in der N�he von Heidelberg gefunden wird, gibt der Polizei R�tsel auf: Wer ist sie? Und weshalb wird sie von niemandem vermisst? Als sie aufwacht, stellt sich heraus, dass sie nicht sprechen kann. Kripochef Alexander Gerlach �bt sich in Geduld, doch dann kommt es zu weiteren Mordanschl�gen auf die Fremde. Erst als die Leiche eines Mannes aus Angola auftaucht, beginnt Gerlach die wahren Zusammenh�nge zu erahnen, und ein gef�hrlicher Wettlauf mit der Zeit beginnt.
Seit er beim Piper-Verlag veröffentlicht, hat sich Wolfgang Burger zum Bestseller- Autor entwickelt.
(Backnanger Kreiszeitung, 5.12.05)

Pressestimmen

... Packend ist der Roman, in einem Rutsch möchte man ihn weglesen - oder doch schnell zu den letzten Seiten blättern, um zu sehen, wer denn nun ... und unter welchen Umständen - aber dann doch lieber nicht - zu schade w�re es, beraubte man sich selbst der steigenden Spannung.
Dann ist alles aus, vieles gesagt, anderes nur gedacht, zwischen den Zeilen gespürt.
Und man freut sich aufrichtig, einen weiteren Roman von einem Autor gelesen zu haben, dem es gelingt, einen sympathischen Serienhelden trotz aller Vertrautheit immer wieder neu zu erfinden.
http://www.krimi-forum.de/

... Trotz der gekonnten und geschätzten Sprachfertigkeit des Autors mag sich bei manchen Ratlosigkeit einstellen und die Frage, warum Gerlach und seine Spezialisten mit derartigen Ausnahmesituationen konfrontiert werden mussten, während es Sönnchen nach deren Rückkehr vorbehalten bleibt, so ganz nebenbei eine mysteriöse Einbruchsserie im Odenwald aufzuklären. Zu hoffen bleibt, dass Alexander Gerlach sein Angola-Sardinien-Trauma bald überwindet und künftig keinen Fall mehr derart nah an sich herankommen lässt. Es wäre nämlich schade, wenn der liebenswerte Kriminalrat krankheitsbedingt seinen Dienst quittieren müsste.
http://www.bad-bad.de/buecher/schwarzes-fieber.htm

... Spannung erzeugt der Roman nicht mit bluttriefenden Action-Szenen (obwohl es gegen Ende ziemlich dicke kommt), sondern vor allem mit der aufwendigen Konstruktion, wechselnden Schauplätzen, Nebenhandlungen, falschen Fährten und gefälschten Identititäten ... Burger bevölkert das Buch mit glaubwürdigen Charakteren, seine liebenwerte Hauptfigur wurstelt sich durch den Alltag wie du und ich, und seine Dialoge klingen oft, wie in einem beliebigen Büro mitgeschnitten ...
Badische Neueste Nachrichten, 8.3.08

Lesermeinungen

Wolfgang Burger ist es wieder einmal gelungen einen echten Krimi zu schaffen, der mit Dynamik und sehr viel Spannung alles bietet. Bis zum grande Finale bleibt es spannend, wer der Täter ist (werde ich hier natürlich nicht verraten :-). Mir bleibt nur zu sagen: in zwei Tagen gelesen und ich freue mich schon auf das nächste Buch!
Eine Leserin bei amazon.de

Für mich ist es der Beste von Ihren bisherigen Krimis, die ich alle mit Vergnügen las. Das Buch ist spannend, überraschend, fesselnd, realitätsnah und mit kritschen Blick auf unsere kleine und große Welt geschrieben. Ich freue mich auf den nächsten "Burger".
Aus der E-Mail eines offenbar nicht ganz enttäuschten Lesers

Gestern habe ich Ihr neues Buch schwer enttäuscht in mein Bücherregal gestellt - keine Sorge, nicht wegen der Handlung, sondern weil ich schon fertig war und nun wieder einige Zeit auf das nächste warten muss :-))
Eine zum Glück doch nicht enttäuschte Leserin ...

... bei dem Roman "Schwarzes Fieber" habe ich die Tage gezählt, bis es endlich erscheint. Es ist Ihnen wieder ein neues Meisterwerk gelungen. Ich hoffe sie schreiben weiterhin so spannende Bücher.
Aus der E-Mail einer Leserin.

Das war mal wieder super. Mit viel Spannung. Es ist für alle Wolfgang Burger Fans nur zu empfehlen.
Eine zufriedene Leserin bei amazon.de

Als Zeitpunkt wurde der Hochsommer gewählt, in denen alle etwas träge sind. Und so zieht sich die Geschichte auch etwas in die Länge, ohne dass eine größere Spannung aufkommt. Im Vergleich zu den drei vorangegangenen B�nden plätschert diese hier eher vor sich hin. Die Zwillinge von Kripochef Gerlach sind während der Sommerferien auf Pferd gekommen und so kommt hier ab und zu etwas Unterhaltung in die dahinfließende Geschichte. Das Ende war für mich nicht ganz so befriedigend. Zum einen überschlagen sich die Ereignisse ganz plötzlich und zum anderen ist der Fall so schnell abgeschlossen, dass der Leser unbefriedigt zurück bleibt, mit dem Gefühl, dass da noch etwas fehlt.
Eine eher unzufriedene Leserin bei amazon.de

habe soeben ihr neuestes Buch fertig gelesen. Ich bin leider immer nach dem Lesen ein wenig enttäuscht, dass es doch wieder so schnell vorbeigegangen ist. Aber wirklich, ein sehr, sehr großes Lob an Sie. Die Heidelberger Buchreihe ist einmalig ... Ihre Bücher find ich echt total klasse.
Eine Leserin aus Mosbach

Ich bin vor 5 Wochen nach Kreuz- und Innenbandabriss im Knie zwangsweise zur Couch Potato mutiert, dann zufällig an eines Ihrer Bücher geraten, und verschlinge jetzt eins nach dem anderen. Die Bücher beschleunigen wahrscheinlich sogar die Heilung, und ich werde sicherlich auch weiterlesen, wenn ich wieder von der Couch darf...
Eine Leserin aus Köln

Leseprobe

Zu Fuß konnte ich mich besser im Schatten der Häuser halten als auf dem Rad. Dennoch war ich schon nassgeschwitzt, als ich den hundert Meter von meinem Büro entfernten Römerkreis erreichte. Die riesige, sonst stark befahrene Kreuzung lag heute nahezu verlassen. Ein fast leerer Linienbus brummte vorbei, während ich auf Grün wartete, ein himmelblauer Lieferwagen mit r�hrendem Auspuff, ein alter VW-Käfer, dessen Fahrer wirkte, als würde ihn nur die ohrenbetäubende Musik am Leben halten, die durch seine offenen Fenster krachte. "Stairway to heaven" von Led Zeppelin, registrierte ich automatisch. Der Asphalt war weich und klebrig. Irgendwo zirpte eine einsame Grille. Endlich wurde die blöde Fußgängerampel grün.

Die Dame an der Rezeption des Krankenhauses war eingenickt. Alles in dem alten, aber bestens gepflegten Gebäude schien zu schlafen. Mehr und mehr verstand ich, warum im Süden die Uhren anders tickten als bei uns. Dass es bei diesen Temperaturen Stunden gab, wo jeder Versuch, etwas Sinnvolles zu tun, scheitern musste. Ohne eine Menschenseele zu treffen, stieg ich die Treppen hinauf, kam am heiligen Josef vorbei, der auf halber Treppe von einem Podest an der Wand gütig auf mich herabblickte. Zweites OG, Chirurgie links.

Der lange Flur war bis auf einen Zivildienstleistenden menschenleer. Der hockte Flüche vor sich hinmurmelnd am Boden und versuchte, etwas an einem sperrigen Chrom-Gestell zu reparieren.

"Sie sind von der Polizei, nicht?", fragte er, als ich an ihm vorbeiwollte. "Hab Sie letzte Woche schon hier gesehen."

Er erhob sich und reichte mir freudestrahlend die Hand. Der junge Mann hatte die Statur von Sylvester Stallone und dabei eine Stimme wie ein Chorknabe zwei Monate vor dem Beginn des Stimmbruchs.

"Ich will zu Mrs. Miller", sagte ich. "Wie geht's ihr heute?"

"Jeden Tag bisschen besser. Heut hat sie sogar Besuch."

"Besuch?"

"Ein Mann hat vorhin nach ihr gefragt. Ist noch keine Minute her. Ihr Bruder. Ist extra hergeflogen, um sie zu besuchen. Das wird sie freuen. Sonst kommt ja niemand. Außer Ihnen natürlich."

Sie hatte einen Bruder! Endlich jemand, der sie kannte, der mir etwas über sie erzählen konnte!

Der Zivi wandte sich wieder seinem verhassten Gestell zu. Das Zimmer, zu dem ich wollte, lag ganz am Ende des Flurs. Von irgendwo dudelte leise Country-Musik.

Auf dem Namensschild neben der Tür stand heute nur noch ein Name. Das Nilpferd war entweder entlassen worden oder hatte sich zu Tode geschnarcht. Als das Schloss nahezu lautlos aufschnappte, fragte ich mich, wie der Bruder die Schwester wohl gefunden haben mochte, wo doch gar niemand wusste ...

Als die Tür mit einem leise seufzenden Geräusch aufschwang, war mir klar, dass der Mann, von dem ich im Moment nur den Rücken sah, unmöglich Frau de Santos' Bruder sein konnte. Er beugte sich gerade über sie. Wurden da Begrüßungszärtlichkeiten ausgetauscht? Umarmungen? Wangenküsse? Aber warum strampelte sie dann so unter der Bettdecke?

Der Mann fuhr herum. Dunkle Haare, verschwitztes, schmales Gesicht, drahtige Statur, gehetzter Blick. Er trug einen leichten, hellen Trenchcoat, und nun war mir klar, dass er weder einen Krankenbesuch machte noch mit der Patientin verwandt war ...