Wolfgang Burger - Die Romane
Mordsverkehr

Mordsverkehr ist Wolfgang Burgers Erstling. Die Originalausgabe erschien Oktober 1998 im ZEBULON Verlag in K�ln
ISBN 3-928679-56-2, 224 Seiten, Preis 16,80.


Seit 2000 ist Mordsverkehr auch als H�rbuch lieferbar. Verlag: B�cher zum H�ren,
ISBN: 3-935403-06-2, Spieldauer: 175 Minuten, 3 CDs oder 2 MCs, Preis: DM 24,80


Im Februar 2001 erschien die zweite Auflage leicht �berarbeitet Espresso Verlag, Berlin.
ISBN: 3-88520-918-7, Preis: DM 18,90


Im November 2004 erscheint die dritte Auflage, wieder leicht �berarbeitet Kontrast Verlag, Pfalzfeld.
ISBN: 3-935286-48-1, Preis: 9,90 Euro


Mordsverkehr wurde in den Badischen Neuesten Nachrichten als Fortsetzungsroman abgedruckt und landete auf Anhieb unter die besten 10% beim Deutschen Krimipreis 1999.


Die Radarfallen an der S�dtangente waren schon �fter Ziel von Manipulationen. Da� jedoch eines Morgens im dichtesten Berufsverkehr einer der kleinen grauen K�sten in die Luft gesprengt wird, ist von anderer Qualit�t. Zumal dabei ein Autofahrer durch Herzinfarkt zu Tode kommt. Grober Unfug mit Todesfolge? Oder ein ernstzunehmender Anschlag? Kommissar Petzold geht die Sache routinem��ig an - bis ein Bekennerschreiben auftaucht, in dem mit weiteren Anschl�gen gedroht wird. Eine zweite Bombe verursacht einen verheerenden Auffahrunfall mit mehreren Todesopfern. Nicht nur Petzold, auch die Bev�lkerung ist alarmiert, als die Zeitung ein zweites Bekennerschreiben ver�ffentlicht. Die Stadt steht Kopf. Eine fieberhafte Suche beginnt...

Pressestimmen

... Dem Autor von Mordsverkehr gelingt es, ein aktuelles, zeitkritisches Thema aufzugreifen und gleichzeitig spannende Krimiunterhaltung zu bieten ...
(Robin Wood Magezin 3/2001)

...als erst einmal die Presse dahintergekommen ist, dass ein zu allem entschlossener Erpresser die gesamte Bev�lkerung als Geisel nimmt, ist die allgemeine Panik nicht mehr fern. Der Autor, promovierter Ingenieur, schildert die Entwicklung des Falles in klarer Logik und h�lt die Spannung bis zur letzten Seite aufrecht. (VDI-Nachrichten 5.11.1999)

Ein Roman wie pr�zise, deutsche Wertarbeit: Solide geschrieben und logisch konstruiert. Und doch (oder gerade deswegen?) wird, was am Anfang so beschaulich beginnt (wie k�nnte es anders sein - tief im sch�nen Baden), nach und nach zu einer engmaschigen, temporeichen Jagd mit atemberaubendem Finale...
www.Krimi-forum.de, 12/1999

Trotz Handicap Karlsruhe statt Los Angeles, entwickelt WBs Polizeikrimi eine ziemlich plausible, sehr spannende, im Autobahn-Verfolgungsfahrt-Finale sogar richtig rasende Story.
Roberts Krimitips 4/1999)

...Ein spannender Krimi mit vielen Seitenhieben auf die autofahrende Gesellschaft.
(Fairverkehr, 1/99)

...gut recherchiert und s�ffig geschrieben. Die Charaktere sind nah an die Realit�t gebaut, die Dialoge dem richtigen Leben abgelauscht. Die Geschichte ist zwar unwahrscheinlich aber in sich logisch und schl�ssig bis hin zum wahrhaft rasanten Finale.
(Peter Kohl, Klappe-auf 12/98)

...Mordsverkehr ist kein typischer "Whdonit". Burger schl�gt sich ganz auf die Seite der Polizei und zeigt die zerm�rbende, langwierige Fahndungsarbeit. Das liest sich flotter und spannender als die Beamten ermitteln. Besonders die rasanten letzten Seiten, wenn der T�ter �berf�hrt, aber noch nicht gestellt ist, bleiben l�nger in Erinnerung als das letzte Foto aus der Radarkamera.
(Bad Seegeberger Nachrichten)

...Wolfgang Burger hat ein beachtliches Deb�t hingelegt. Endlich einmal ein wichtiges Thema - und nicht das Altvertraute und Beliebige im immer wieder neuen Krimispiel. Er hat gut recherchiert, erz�hlt gradlienig und - vielleicht zu - schn�rkellos... Sind schon die verschiedenen Anschl�ge sehr spannend, meist aus der Sicht der Opfer, in Szene gesetzt, gelingt dem Autor noch ein rasantes Finale... Auf weitere B�nde um den Kriminaloberkommissar Petzold kann man gespannt sein.
(Pforzheimer Zeitung 5.12.1998)

Da� Polizeiarbeit oft langweilig ist, ist richtig. Da� man daraus keine spannenden Kriminalromane machen kann, ist falsch. Grunds�tzlich ist zu begr��en, da� sich Wolfgang Burger um einen "realistischen" Polizeiroman bem�ht: Mordsverkehr (Zebulon) hei�t der Erstling um einen Bombenleger, der die Infrastruktur einer Stadt (Karlsruhe) da angreift, wo's weh tut: An den Verkehrswegen. Burger hat aber ein Problem: Er schreibt entsetzlich bieder, steifleinern und uninspiriert. Vor allem die Dialoge mit den Tods�nden: "...lachte er", "...f�gte er hinzu" erwecken den Eindruck, man lese einen ambitionierten Schulaufsatz. Leider Amateurprosa, die blo� das Vorurteil best�tigt, Romane �ber Polizeiarbeit seien langweilig. Und das ist falsch.
(Thomas W�rtche, Pl�rrer 12/98)

Das Debut des Karlsruher Autors Wolfgang Burger ist ein ganz normaler, wenn auch ungew�hnlich spannender Krimi, s�ffig, aber voller Klischees. Den Computerfreak kennt man aus dem Fernsehen: Er tr�gt einen graumelierten Vollbart, eine Nickelbrille und ein Holzf�llerhemd, ist gro�, dick und raucht nat�rlich. Doch Wolfgang Burger nimmt seine Klischees nicht gerade ernst, immer ist ein Augenzwinkern dabei: "Die gro�e, h�bsche Bedienung mit blonder L�wenm�hne quittierte die Bestellung mit einem vielversprechenden L�cheln."
(Mathias Kehle, Badisches Tagblatt)

Lesermeinungen

...gnadenlos spannend! Ein grandioses Lesevergn�gen.
(Prof. Martin E. Karlsruhe)

Habe die letzten Seiten den Atem angehalten. War das rasant! Ich hoffe die beiden anderen B�cher von Wolfgang Burger spielen im selben Karlsruher Kommissariat. Petzold, Gerlach, Hirlinger, F�rster - man muss diese Truppe einfach m�gen.
(Mira / Toms Krimitreff)

Leseprobe (Romananfang)

Werner Fuhrmann schaltete den Scheibenwischer auf h�chste Stufe, gab vorsichtig Gas und fluchte lauthals. Der Lastzug, den er gerade �berholte, nahm ihm mit einer aufgewirbelten Wolke aus Wasser und Dreck den letzten Rest der ohnehin schlechten Sicht. Der Scheibenwischer schaffte es nicht, f�r Sekunden fuhr er blind. Dann war er vorbei.
Beide stadteinw�rts f�hrenden Spuren der Stra�e waren dicht befahren. Wie jeden Morgen um diese Zeit. Jenseits der Leitplanke sah es nicht anders aus. Von Zeit zu Zeit nervte ihn einer mit schlecht eingestellten oder aufgeblendeten Scheinwerfern. Da� die Leute sich nie die M�he machten, mal ihre Beleuchtung �berpr�fen zu lassen! Immer wieder kniff Fuhrmann die Augen zu. Ob diese Schlitzohren in der Werkstatt wirklich neue Wischerbl�tter montiert oder sie wieder nur auf die Rechnung gesetzt hatten?
Es war eine ekelhafte Fahrerei, stockdunkel, kn�ppeldicker Berufsverkehr und dazu dieses Dreckwetter. Fehlte nur noch der �bliche Morgenstau. Zum tausendsten Mal verw�nschte er es, damals wegen der Kinder aufs Land gezogen zu sein und nun jeden gottverdammten Arbeitstag diese Strecke fahren zu m�ssen. Morgens hin und abends zur�ck. Hin und zur�ck, hin und zur�ck ... Im Sommer ging es ja noch, aber jetzt, im Winter und bei diesem Wetter, das war die H�lle. Aber bald hatte er es wieder einmal geschafft, in zehn Minuten w�rde er da sein. Und in drei Jahren durfte er in Rente gehen, dann war endlich Schlu� damit.
Der Regen schien noch st�rker zu werden. Weiter vorne bremsten sie schon wieder. Fuhrmann ging vom Gas, um nicht auf seinen Vordermann aufzufahren. Pl�tzlich blendete ihn ein grelles Licht, Sekundenbruchteile sp�ter war es wieder dunkel. Er h�rte einen Knall, eine Explosion, und trat instinktiv auf die Bremse. Ein Schatten kippte vor den Wagen, und schon krachte es zum zweitenmal. Es gab einen Ruck, er hatte etwas �berfahren. Etwas Hartes. Ein kreischendes Ger�usch, das Hindernis hing unter dem Wagen und wurde mitgeschleift. Jetzt krachte es hinten, der Wagen machte einen Satz vorw�rts, Fuhrmann wurde in die R�ckenlehne geschleudert, prallte mit dem Kopf gegen die Nackenst�tze. Glas splitterte, alles begann sich zu drehen. Er versuchte gegenzusteuern, aber das Lenkrad war blockiert. Gel�hmt klammerte er sich fest, stand mit aller Kraft auf der Bremse, starrte in die kreiselnden Lichter und hoffte, da� er irgendwie zum Stehen kommen w�rde. Augenblicke sp�ter h�rte er einen weiteren Aufprall, aber dieses Mal sp�rte er keinen Ruck. Vermutlich war einer auf seinen Hintermann aufgefahren.
Endlich stand er. Quer auf der linken Spur. Mit quietschenden Bremsen hielt neben ihm der Lastzug, den er �berholt hatte. Ganz langsam lie� Fuhrmann das Lenkrad los. Pl�tzlich begannen seine H�nde zu zittern, und dann zuckte ein stechender Schmerz in den linken Arm. Jemand ri� die Wagent�r auf.
�Ist Ihnen was passiert?�
�Ich wei� nicht�, st�hnte er. Von weit her h�rte er die Stimme noch rufen: �Hat wer ein Telefon? Wir brauchen einen Arzt! Mit dem hier stimmt was nicht!�
Dann h�rte er nichts mehr.