Wolfgang Burger - Die Romane
Heidelberger Wut
Piper Verlag, Februar 2007.



Der dritte Band der Reihe von Heidelberg-Krimis um Kriminalrat Alexander Gerlach.

Burger war immer schon gut. Gerlach auch. Beide sind im vorliegenden Roman noch besser geworden!
(www.krimi-forum.de)

Die Geschichte: Xaver Seligmann, ein pensionierter Lehrer, wird vermisst. Er war immer schon ein Sonderling, aber dass er von einem Tag auf den anderen sein ganzes Geld abhebt und spurlos verschwindet, ist selbst f�r ihn ungew�hnlich. Die Polizei findet Blutspuren in seinem Haus. Wurde er etwa entf�hrt? Ermordet? Hat er etwas mit dem seit Wochen ungel�sten Bankraub zu tun, bei dem der Filialleiter, einer seiner Nachbarn, als Geisel genommen wurde? Oder sollte die fast zehn Jahre zur�ckliegende Vergewaltigung einer seiner Sch�lerinnen der wahre Grund seines Verschwindens sein?
Seit er beim Piper-Verlag ver�ffentlicht, hat sich Wolfgang Burger zum Bestseller- Autor entwickelt.
(Backnanger Kreiszeitung, 5.12.05)

Pressestimmen

... Die Geschichte ist komplex, aber wenn man am Ende noch einmal den Anfang liest, stellt man fest, wie geschickt sie gebaut ist. Souver�n setzt der Autor seine spannungssteigernden Mittel ein - etwa wenn alle Indizien in eine bestimmte Richtung weisen und der Fall doch eine �berraschende Wendung nimmt ...
(Badische Neueste Nachrichten, 13.3.07)

... Selbst wenn es nichts zu Lachen gibt, beeindruckt die exzellente Sprachfertigkeit, wodurch Personen und Situationen regelrecht k�rperlich erlebbar werden, bis hin zu eben dieser Wut, die Alexander Gerlach in einem fremden Wohnzimmer einen Scharfsch�tzen beobachtend �berkommt. Dieser ohne fantastische �bertreibungen auskommende, fabelhaft durchdachte und abgestimmte Kriminalroman wird mit ziemlicher Sicherheit ein Ergebnis zeitigen: Krimifans werden zu Burger-Begeisterten, und dies zu Recht.
www.bad-bad.de

Kennen Sie das? Diese Mischung aus Bedauern, dass ein wirklich lesenswerter Roman zu Ende gegangen ist, Befriedigung, dass sich nun doch alle Fragen gekl�rt und alle Knoten gel�st haben, sowie Erleichterung dar�ber, dass Sie endlich wieder durchatmen k�nnen, nachdem Sie 25 spannungsvolle Seiten lang f�rmlich die Luft angehalten haben (...) Burger war immer schon gut. Gerlach auch. Beide sind im vorliegenden Roman noch besser geworden
www.krimi-forum.de

Lesermeinungen

Ohne �bertreibung, es ist eines der besten B�cher, die ich in den letzten Jahren gelesen habe! Ich bin erst letztes Wochenende dazugekommen, es anzufangen. Was soll ich sagen: am n�chsten Abend hatte ich es durch und gestern habe ich deine restlichen B�cher bestellt. Ich habe mich selten so gut am�siert, wie mit Kriminalrat Gerlach und war trotzdem gefesselt.
Ingo Gach, Krimiautor, K�ln

Eindeutig das bisher beste Ihrer B�cher!
Eine Bibliothekarin im Gespr�ch

... Ich bin total begeisteret. Als Vielleserin von Krimis habe ich schon einige Autoren durch, aber Sie waren einer der besten. Bitte machen Sie weiter so ...
Eine offenbar nicht entt�uschte Leserin per E-Mail.

Ein Krimi spannend bis zum Schluss, auch wenn man die L�sung kennt. Der Mann kann schreiben ... spannend, witzig, mit sehr viel Gef�hl und Lebenserfahrung. Und immer mal wieder eine �berraschende Wendung. Das war mein erster "Burger"-Krimi, aber der n�chste ist schon bestellt.
Ein Leser bei www.krimi-couch.ded

... Von Beginn an spannend, zwischendurch zum Schmunzeln und lachen (die Gedanken, die sich der langsam Richtung Midlife-Crisis schlitternde Kommissar sich um seine beiden heranwachsenden T�chter im schlimmsten Pubert�tsalter machen muss sind einfach gro�artig und machen ihn als Charakter unglaublich sympathisch). Auch die anderen Charaktere sind glaubw�rdig und gut gezeichnet und die Story ist wieder spannend bis zur letzten Seite. Eine echtes Schmankerl f�r jeden Krimi- und Burger-Fan! Schade, dass es nun wieder so lange dauert, bis der n�chste Band erscheint.
(ein Leser bei amazon)

Leseprobe

Noch eine Minute.

Sechzig Sekunden noch, dann wird einer der beiden M�nner tot sein. Und an mir ist es zu entscheiden, welcher. Dort dr�ben stehen sie am Fenster, jenseits dieser breiten Stra�e, die nun seit �ber einer Stunde schon gesperrt und ganz menschenleer und totenstill ist.

Der schwarz vermummte Scharfsch�tze kniet vor mir und hat sein schweres Pr�zisionsgewehr auf der Fensterbank aufgelegt und ist die Ruhe selbst. Verschmolzen mit seiner Waffe, eine Maschine, ein T�tungsautomat. Balke, bleich wie nie, sieht mit halb offenen stehendem Mund abwechselnd zu mir und auf das offene Fenster jenseits der Stra�e. Klara Vangelis, die sonst nichts umwirft, hat sich abgewandt, kann nicht mehr hinsehen. Und Seligmann, dieser Idiot, er hat mir das eingebrockt. Der Mann, der in seinem Leben vermutlich niemals irgendetwas B�ses getan und doch so vielen Menschen Ungl�ck und manchen sogar den Tod gebracht hat. Er oder der Zahnarzt, dessen Namen ich mir einfach nicht merken kann. Einer von den beiden M�nnern dort dr�ben muss sterben. In f�nfzig Sekunden.

"Chef!", fl�stert Balke mahnend, als h�tte er Sorge, ich h�tte stehend das Bewusstsein verloren. "Chef!"

Die Gewehrm�ndung bewegt sich kaum merklich und unendlich langsam ein klein wenig nach links.

Ich kann das nicht! Ich kann diese Entscheidung nicht treffen! Ich bin Polizist. Meine Aufgabe ist es doch, Menschen zu besch�tzen, Leben zu retten und nicht, �ber ihren Tod zu bestimmen. Ausgerechnet jetzt f�llt mir der Moment ein, als ich den Namen Seligmann zum ersten Mal h�rte und nat�rlich nicht ahnte, was damit auf mich zukam. Wann? Vor drei Wochen? Vor vier? Ich wei� es nicht. Nur eines wei� ich sicher, es war ein Freitag. Und pl�tzlich ist diese Wut da. Diese alles vernichten wollende, gnadenlose Wut, die meine Z�hne ganz von alleine knirschen l�sst.

Sollen sie doch alle beide verrecken dort dr�ben. Was geht es mich an?

Diese Wut, die mich in der n�chsten Sekunde zum Platzen bringen wird.

Wut, auf wen?

Ja, auf wen eigentlich?